Hier finden sich Namen, Lebensdaten, Biografien und Familiengeschichten zu jüdischem Leben in Lüneburg. Haben Sie weitere Informationen, Korrekturen, Fotografien, Dokumente oder Anregungen? Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf, damit wir die Seiten aktualisieren können.
Der Kaufmann Friedrich Christoph Brassart stammte aus einer katholischen Kölner Familie. In den 1920er Jahren heiratete er Auguste Marcus, die 1883 in Lüneburg als Tochter von Wolf und Maria Anna Marcus geboren worden war. Die beiden lebten in Hamburg und hatten eine Tochter, Ingrid Brassart, die 1926 geboren wurde.
In der NS-Zeit wurde die Ehe der Brassarts als "Mischehe" betrachtet, weil der Ehemann kein Jude war. Diese Situation bot seiner jüdischen Frau Auguste einen gewissen Schutz vor der Deportation.
Am 19. Januar 1945 nahm sich Friedrich Brassart in Hamburg das Leben. Kurz danach, am 14. Februar 1945, sollte Auguste Brassart wie ihre ebenfalls in einer "Mischehe" lebende Schwester Gertrud Simon nach Theresienstadt deportiert werden. Die beiden versteckten sich jedoch und überlebten so die NS-Zeit.