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Adolf Loebenberg wurde 1877 als Sohn des Kaufmanns Hermann Hiskias Loebenberg und dessen Frau Lina Stern in Fulda geboren.
Ab 1895 lebte er in Lüneburg, wo er zunächst in einer Bank arbeitete. Später entschied er sich für einen damals sehr modernen Berufszweig: 1905 arbeitete Adolf Loebenberg bei einer Elektronikfirma.
Am 8. Februar 1905 heiratete er in Lüneburg Fanny Cohen. Diese starb Ende Juni 1906, wenige Monate nach der Geburt der Tochter Alice Miriam, genannt Lisel. Als Witwer zog Adolf Loebenberg daraufhin aus Lüneburg weg, vermutlich nach Dortmund. Seine zweite Ehefrau war Lina Jacobsohn. Das Paar hatte zwei Kinder zusammen (Gertrude Loebenberg, später Ostermeier; und Ernst Julius Loebenberg, später Lobert), die jeweils 1911 und 1914 in Dortmund zur Welt kamen.
1920 kaufte die Familie einen Bauernhof in der Nähe von Hannover, dem Geburtsort Linas. Bis 1933 betrieben sie dort Landwirtschaft - dann wurde ihr Bauernhof von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Später lebte die Familie in Hamburg. Von dort wurde Adolf Loebenberg mit seiner Frau im Dezember 1941 ins Ghetto Riga-Jungfernhof deportiert. Sie überlebten beide nicht.
Quellen und Infos:
MtL - Mapping the Lives
Gedenkbuch des Bundesarchivs
Adolf Loebenberg (1877-1941) – Find a Grave Gedenkstätte
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Namensvarianten: Löbenberg Löwenberg